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Freitag, 25. Januar 2008

Öko-Gefahr durch Dudelsäcke

Dudelsäcke als Öko-Gefahr
Wenn schräge Töne Bäume töten

Schotten haben es nicht einfach: Raues Klima, monsterverseuchte Seen und viele Feinde, die ihnen immer wieder nach den Grundlagen ihres Lebens und ihrer Kultur trachten. Nachdem die Europäische Union ihnen bereits im Vorjahr an den traditionellen Latz vor dem Schottenrock wollte, will man ihnen nun ein weiteres Nationalgut madig machen: Umweltschützer halten Dudelsäcke für eine Bedrohung des weltweiten ökologischen Gleichgewichts.
Schlusslicht Großansicht des Bildes
Bei jedem Ton stirbt ein Baum ein wenig

So mancher Musikfreund, der sich nicht unbedingt zu den Freunden der eigenwilligen Dudelsack-Töne zählt - und von denen soll es nicht allzu wenig geben -, wird spontan zustimmen, wenn man diese zur musikalischen Umweltverschmutzung zählt. Schließlich wurde das Instrument unter anderem auch bei Schlachten verwendet, um den Feind einzuschüchtern. Die ökologische Gefahr der Sackpfeifen liegt jedoch ganz woanders: Sie bestehen bei modernen Instrumenten aus seltenen Tropenhölzern, die von der Klangfarbe und Haltbarkeit einheimischen Gewächsen überlegen sind. Die dafür besonders beliebten afrikanischen Mpingo-Bäume stehen nicht zuletzt deshalb kurz vor dem Aussterben.
Bitte nur nachwachsende Pfeifen!

Umweltschützer appellieren deshalb an die Dudelsackkäufer, dass sie nur noch Instrumente erwerben, deren Hölzer aus nachhaltigem Anbau stammen. Zusätzlich bieten sie den Musikliebhabern an, Patenschaften für einen oder mehrere Mpingo-Setzlinge zu übernehmen, um so sowohl der Art als auch ihrem Instrument die Zukunft zu sichern. Als Alternative verweisen sie zudem auf Pfeifen aus heimischer Eiche, wie sie bereits die frühen Vorfahren der heutigen Dudelsack-Spieler verwendeten.

Wer ganz sicher gehen will, dass er keine seltenen Gewächse gefährdet, der kann immer noch auf den elektronischen Dudelsack umsteigen. Der funktioniert übrigens auch mit Kopfhörern - sicher nicht selten zur Freude seiner unmittelbaren Umwelt.

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